In den letzten Jahren wurde vermehrt über die Aktivitäten des burschenschaftlichen Dachverbands "Deutsche Burschenschaft" berichtet, welcher einen stramm rechten Kurs samt "Ariernachweis"-Debatte eingeschlagen hat. Wir gehören diesem Verband bereits seit 1990 nicht mehr an. Auch vorher waren wir mehrfach suspendiert bzw. hatten mit dem "Rechtsausschuss" zu tun, weil wir nicht auf Verbandslinie waren. Dennoch  sehen wir uns in letzter Zeit vermehrt mit Vorurteilen, Ressentiments und Anschuldigungen konfrontiert, zu welchen wir gerne Stellung nehmen möchten.

Alkoholismus

  • Wir bieten beste Voraussetzungen zum gemeinsamen Feiern, lehnen jedoch zwanghaften Alkoholkonsum ab.
  • Wir haben Antialkoholiker in unseren Reihen.

Ausländerfeindlichkeit

  • Wir sind eine multikulturelle Gemeinschaft. Unsere Aktiven stammen u.a. aus Belgien, China, Deutschland, Indien, Peru, Polen, Russland, USA.
  • Wir haben ein Stipendienprogramm, mit dem wir Auslandsaufenthalte unserer Aktiven unterstützen. Ziel ist es, dass jeder Aktive während seines Studiums eine Zeit im Ausland verbringt und so fremde Kulturen und Sprachen kennenlernt.
  • Wir stellen Zimmer auf unserem Haus speziell für ausländische Praktikanten bereit, die es auf dem umkämpften Darmstädter Wohnungsmarkt besonders schwer haben.

Frauenfeindlichkeit

  • Wir sind ein reines Herrenteam. Eine Aufnahme von Frauen in die Rugia wird immer wieder diskutiert, hätte jedoch erhebliche Investitionen in unser Studentenwohnheim und die Abschaffung des fakultativen Fechtprinzips zur Folge. Dafür findet sich momentan keine demokratische Mehrheit.
  • Jeder Ingenieur-Student weiß, dass die Frauenquote in den großen Studiengängen in Darmstadt ausbaufähig ist. Den verhältnismäßig wenigen Frauen, die Interesse an der Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung haben, stehen 7 verschiedene Bünde zur Auswahl. Ein größerer Bedarf an gemischten Verbindungen scheint momentan nicht zu bestehen.
  • Wir haben sehr gute Kontakte zur gemischten Darmstädter Burschenschaft Gothia. Gerne vermitteln wir am Verbindungswesen interessierten Bewerberinnen den Kontakt dorthin.
  • Wir unterstützen den Aufbau einer befreundeten Damenverbindung finanziell und ideell.
  • Frauen sind uns als Gäste jederzeit willkommen.
  • Wir haben der TU Darmstadt 2011 drei Deutschlandstipendien gestiftet und uns bereit erklärt, 2013 neun Stipendien zu übernehmen. Unsere drei Deutschlandstipendien 2011 gingen allesamt an Frauen.

Hierarchische Strukturen

  • Wir treffen alle unsere Entscheidungen basisdemokratisch.
  • Unser Bundesleben baut auf freiwilliger Mitarbeit auf. Das funktioniert nur, wenn man gemeinsam organisiert, gemeinsame Entscheidungen fällt und sich gegenseitig motiviert.
  • Im Gegensatz zu vielen anderen Verbindungen geben wir unseren neuen Mitgliedern (Füxen) von Anfang an Sitz und Rederecht auf allen unseren Versammlungen (Conventen). Mit wenigen Ausnahmen (Personalentscheidungen) haben sie auch Stimmrecht.
  • Für Außenstehende sind Füxe und Burschen nicht zu unterscheiden, ein spezielles Fuxenband kennen wir nicht.

Rückwärtsgewandheit

  • Wir stehen zu unseren Wurzeln und damit auch zur burschenschaftlichen Idee und Tradition, die wir jedoch zeitgemäß und zukunftsorientiert weiterentwickeln möchten.
  • Wir sind uns bewusst, dass insbesondere der Begriff Vaterland mit schweren Hypotheken belastet ist. Allzu oft wurde der Vaterlandsbegriff von rassistischen und völkischen Ideologen missbraucht. Dies darf sich nicht wiederholen.
  • Wir wollen ein Deutschland, das alle Menschen, die hier aufwachsen, gerne und mit Stolz als ihr Vaterland betrachten. Deutscher Patriotismus muss ansteckend, nicht ausgrenzend sein! Niemand soll an seiner Abstammung gemessen werden, sondern an seinem Handeln und seinen Idealen.
  • Wir treten für ein Vaterland als Teil der Völkergemeinschaft sowie für das Zusammenwachsen der Nationen Europas ein.
  • Wir sehen eine gesellschaftliche Verantwortung unserer Burschenschaft auch in heutiger Zeit. In unseren Reihen finden sich Anhänger aller im Bundestag vertretenen Parteien sowie der FDP und der Piraten.
  • Wir befassen uns intensiv mit unserer Geschichte und derjenigen der Studentenverbindungen allgemein.

Seilschaftsbildung

  • Allein schon aufgrund der Strukturen der heutigen Arbeitswelt und der bunten Mischung an Studiengängen unserer Mitglieder können wir niemandem, der bei uns Mitglied wird, durch Seilschaften und Protektionismus zu einer steilen Kariere verhelfen.  Dennoch sind viele unserer Mitglieder beruflich sehr erfolgreich. Dies führen wir zumindest teilweise auf unsere aktive Studienförderung zurück:
  • Wir sind ein generationenübergreifender Lebensbund. Insbesondere unsere jungen Mitglieder profitieren vom Erfahrungsaustausch und von regelmäßigen "Berichten aus dem Berufsleben".
  • Wir haben einen sehr gut ausgestatteten studentischen Arbeitsraum, der unseren Aktiven sowie ihren Lerngruppen offen steht.
  • Wir unterstützen die Teilnahme an Sprachkursen und haben ein Stipendienprogramm für Auslandsaufenthalte.
  • Wir nehmen regelmäßig an Weiterbildungsseminaren zu Themen wie Zeitmanagement, Vereinsführung, Projektmanagement, Umgangsformen, Körpersprache etc. teil.
  • Wir kontrollieren regelmäßig gegenseitig unseren Studienerfolg.
  • Wir unterhalten Wohnraum zu äußerst sozialverträglichen Preisen weit unter der örtlichen Vergleichsmiete und sogar unterhalb der Mieten, die das Studentenwerk verlangt. Das erspart manchem den zeitraubenden Nebenjob und erhöht so den Studienerfolg.

Letzte Aktualisierung des internen Bereichs

30.9.2017

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